Aus nichtigem Anlass

Ein Film von Eberhard Fechner
Erstsendung 7. September 1976 NDR



Buch/Regie:...................Eberhard Fechner
Kamera:........................Bernd Schofeld
Schnitt:.........................Brigitte Kirsche
Regieassistenz:.............Jannet Gefken
Produktion:....................NDR



Besetzung: Helmut Lohner, Edda Seipel, Horst Beck, Susanne Beck, Kenan Korkmaz, Thomas Schiestl u.a.;

Aus nichtigem Anlass
Ein bedrohliches Geräusch erschreckt Karin ( Susanne Beck)
beim Öffnen der Garagentür.

Aus nichtigem Anlass war 1973 der Versuch, die Technik der recherchierten Dokumentationen mit inszenatorischen Mitteln umzusetzen. Aus Gesprächen mit den Beteiligten an dem Mordfall entwickelte Fechner ein Drehbuch, daß er dann wie einen Spielfilm inszenierte.
Der Film konnte wegen juristischer Probleme mit einer Prozeßbeteiligten erst 1976 ausgestrahlt werden.
In der Tiefgarage ihres Wohnhauses wird die Stewardeß Karin Wältzing von fünf Pistolenschüssen niedergestreckt. Innerhalb weniger Tage ermittelt die Polizei als Täter den türkischen Gastarbeiter Ali Matjar, der von seinem deutschen Vorgesetzten angestiftet wurde.

"Beide Formen, Spielhandlung und Dokumentation , stoßen auf bestimmte Grenzen: beim Spiel ist die Phantasie der Zuschauer durch die vom Autor vorgegebene Handlung stark eingeengt. Bei der Dokumentation berichten authentische Personen meist nur bis zu einem bestimmten Punkt. Deshalb war es für mich von außerordentlichem Reiz und großer Wichtigkeit, einmal einen Versuch zu machen, beide Stilarten zu verbinden. Ich benutzte dabei die formalen Mittel der Interviewfilme und lasse fiktive Personen über diesen Fall Auskunft geben." ( Fechner, Frankfurter Rundschau 7.9.1976).

Eberhard Fechner
Die Angeschossene lag an dieser Stelle, erklären die Polizisten Fenske ( Till Erwig,links),
Schaaf (Thomas Schiestl) und Hoppe (Klaus Herm) in der Garage.

Film
Polizeidirektor Brand (Ernest Lenart),links, unterstützt von Polizeirat Fuhling (Henning Schlüter),
erzählt dem Interviewer (Rolf Schimpf,rechts), wie es zum Geständnis des Anstifters kam.

1976
In der Gefängniszelle schildert Ullrich Wältzing, der Anstifter, (Helmut Lohner)
dem Interviewer sein Elternhaus.